Milchviehhaltung auf Hof Kronenburg

Unser Haupteinkommen erwirtschaften wir mit der Milchviehhaltung. Unsere 50 Milchkühe werden zweimal am Tag gemolken. Bevor eine Kuh zur Milchkuh wird, muss sie ein Kalb bekommen. Die meisten Kühe sind ca. 3 Jahre alt wenn sie ihr erstes Kalb zur Welt bringen, wir nennen diese jungen Kühe auch Quiche oder Färse. Eine Milchkuh bekommt pro Jahr ein Kalb und wird dann ca. 10 Monate lang gemolken. In der Zwischenzeit ist sie dann wieder tragend geworden. Nach den 10 Monaten hat die Kuh 2 Monate frei (wird nicht gemolken), so kann sie genug Kraft sammeln und gesund bleiben.

Im Winter kommen die Kühe zu ihrem „Urlaub“ in einen anderen Stall, den sogenannten Trockensteher-Stall und im Sommer dürfen die Kühe dann auf die Weiden in Horstedt, Husum, Bohmstedt oder Schobüll. Auf unserem eigentlich kleinen Betrieb werden pro Jahr ca. 100 Kälber geboren.

Wir füttern die Kälber morgens und abends mit unserer Milch. Mittags bekommen unsere kleinsten Kälber zusätzlich ein Milch-Energie-Mischgetränk, damit sie über den Tag möglichst optimal versorgt sind. Nach 1 bis 2 Wochen bekommen die Kälber dann zusätzlich auch noch Heu, Grassilage, Schrot und Wasser angeboten. Die kleinen Kälber wohnen zuerst in Einzeliglus, später in Gruppeniglus und dann ziehen sie in den Kälberstall um. Im Winter bekommen die kleinen Kälber bei uns in den Iglus zusätzlich eine Kälberdecke aufgelegt, das hält sie schön warm und beugt so „Kinderkrankheiten“ vor.

Im Sommer kommen dann alle weiblichen Rinder auf die Weiden und im Winter liegen sie auf Stroh oder einer Kombination aus Gummimatten, Pferdemist und Stroh. Der Pferdemist hat einen niedrigen ph-Wert und schützt so vor Euter-Erkrankungen. Die Laufflächen der größeren Tiere sind aus Spaltenboden hergestellt. Die Bullen haben Gummimatten als Liegeflächen, die sie auch gerne nutzen. Um unsere Tiere zu ernähren bewirtschaften wir ca. 100 ha Fläche (1ha = 10.000 m²). Davon sind 80 ha Dauergrünland, dessen Aufwuchs zu Winterfutter (Gras-Silage) verarbeitet und als Sommerweide genutzt wird. Auf 20 ha bauen wir Futtermais (Winterfutter) an. Von unserem Dauergrünland sind 15 ha Naturschutzflächen, die wir im Sinne des Naturschutzes bewirtschaften. Je nach Naturschutzzielen werden diese Flächen nur beweidet, nur gemäht oder aber durch Mahd mit anschließender Beweidung gepflegt.